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Börsengewinne: Durch Auszahlung in Gold die
Abgeltungsteuer umgehen
 
  Sein Vermögen sollte man zur Verringerung von Risiken diversifizieren. Nicht
erst in den letzten Jahren stehen dabei neben Wertpapieren und Immobilien
auch Rohstoffe wie Gold im Fokus. Doch haben Sie sich schon einmal
Gedanken darüber gemacht, wie die Gewinne anschließend versteuert werden?
Denn trotz Abgeltungsteuer muss nicht jeder Gewinn zwangsläufig zu einer
Versteuerung führen.

Bei Immobilien kann beispielsweise durch eine Behaltenszeit von mehr als
zehn Jahren die Steuer vermieden werden. Und auch beim Kauf und Verkauf
von Gold können die Gewinne steuerfrei bleiben. Wie das Finanzgericht
Baden-Württemberg (FG) kürzlich festgestellt hat, sogar dann, wenn sie aus
an der Börse gehandelten Inhaberschuldverschreibungen stammen. Hier hatte
nämlich ein Kapitalanleger gegen die Abgeltungsteuer geklagt, die die Bank -
wie von der Finanzverwaltung vorgesehen - an den Fiskus abgeführt hatte.

Diese Verwaltungsvorgabe darf nach Auffassung der Richter jedoch nicht
gelten, wenn es sich um Inhaberschuldverschreibungen handelt, die einen
physischen Lieferanspruch begründen. Der Kläger hatte nämlich das Recht,
sich statt in Geld in Gold auszahlen zu lassen. Dass dies am Sekundärmarkt
unüblich ist, war dabei irrelevant. Denn durch den Anspruch auf Auszahlung in
Gold war die Inhaberschuldverschreibung keine Kapitalforderung mehr und
unterlag somit auch nicht der Abgeltungsteuer.

Das FG bezweifelte zwar, dass es sich bei diesem Konstrukt um ein als
Termingeschäft ausgestaltetes Finanzprodukt handelte, brauchte sich jedoch
nicht mehr dazu äußern. Denn Termingeschäfte unterliegen heute zwar der
Abgeltungsteuer; für den fraglichen Zeitraum galt diese Regelung aber noch
nicht.

Da dieser Fall bereits dem Bundesfinanzhof vorliegt, wird mit einer weiteren
Klarstellung zu rechnen sein.

Hinweis: Wenn Sie Ihr Vermögen mit Gold oder anderen Rohstoffen
diversifizieren wollen, sprechen Sie uns gerne auf die aktuelle Rechtslage an.