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Mandanteninformationen


 
Gebäude in Sanierungsgebieten: Erhöhte
Abschreibung erfordert objektbezogene
Bescheinigung
 
  Wenn Sie Ihr Geld besonders steuergünstig investieren wollen, kann sich für
Sie der Kauf einer Immobilie in einem ausgewiesenen Sanierungsgebiet oder
städtebaulichen Entwicklungsbereich lohnen, denn Instandsetzungs- und
Modernisierungskosten für derartige Gebäude dürfen im Wege einer erhöhten
Absetzung mit bis zu 9 % pro Jahr steuermindernd abgesetzt werden. Diese
Vergünstigung wird aber nur gewährt, wenn Sie dem Finanzamt eine
Bescheinigung der zuständigen Gemeinde vorlegen, laut der die aufgewandten
Kosten tatsächlich begünstigt sind.

Ein neues Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) zeigt, dass Erwerber von
Eigentumswohnungen unbedingt eine Bescheinigung einfordern sollten, die
sich auf die konkrete Wohnung bezieht. Im Urteilsfall hatte ein Investor eine
von 36 Eigentumswohnungen erstanden, die im Zuge des Umbaus eines alten
Kasernengeländes entstanden waren. Die von der Gemeinde ausgestellte
Bescheinigung bezog sich jedoch auf das Gebäude als Ganzes. Der BFH
erklärte, dass die erhöhten Absetzungsbeträge nur in Anspruch genommen
werden können, wenn die Gemeinde eine objektbezogene Bescheinigung
ausstellt, aus der hervorgeht, dass die Fördervoraussetzungen für die
konkrete Wohneinheit erfüllt sind. Da im Urteilsfall die vorgelegte
Bescheinigung das ganze Gebäude betraf, waren die
Absetzungsvoraussetzungen nicht erfüllt.

Hinweis: Das Urteil zeigt, dass sich die Bescheinigung der Gemeinde
unbedingt auf die erworbene Eigentumswohnung beziehen muss, damit sie
dem Bauherrn Steuervergünstigungen einbringt. Möglicherweise hätte im
Urteilsfall aber auch diese Konkretisierung nicht zum erhofften steuerlichen
"Erfolg" geführt, denn die streitgegenständliche Wohnung war im bislang nicht
ausgebauten Dachgeschoss des Kasernengebäudes entstanden. Eine
objektbezogene Sichtweise könnte hier zu dem Schluss führen, dass die
Wohnung im Zuge einer nicht begünstigten Neubaumaßnahme entstanden
war.