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Mandanteninformationen


 
Vorsteuerabzug: Vorsicht bei Zweifeln an der
Identität des Vertragspartners
 
  Das Finanzgericht Düsseldorf (FG) hat kürzlich entschieden, dass ein
Strohmanngeschäft eine Gefahr für den Vorsteuerabzug darstellen kann. In
dem Verfahren hatte ein Unternehmen Warenlieferungen von verschiedenen
Lieferanten erhalten. Von diesen trat eine Person immer wieder unter
verschiedenen Firmen bei dem Unternehmen als Schrottlieferant auf.

Beispiel: P gibt sich gegenüber seinen Geschäftspartnern als Bevollmächtigter
einer GmbH aus. Tatsächlich liefert jedoch nicht die GmbH die versprochenen
Waren, sondern P, der den Namen der GmbH lediglich nutzt, um Geschäfte zu
machen.

Kann der Leistungsempfänger aus dem Beispiel erkennen, dass die
Gesellschaft nur vorgeschoben ist, darf er die Vorsteuer aus den Rechnungen
derselben nicht geltend machen. Nach Auffassung des FG reicht es dafür sogar
schon aus, dass der Abnehmer der Ware "wissen musste", dass ein
Strohmanngeschäft vorliegt. Das heißt, dass bereits Zweifel an der wahren
Identität des Vertragspartners genügen.

Hinweis: Die Entscheidung verdeutlicht, welches Risiko unseriöse
Geschäftspartner für den Vorsteuerabzug darstellen können. Vorsicht ist daher
immer dann geboten, wenn eine Person ständig für wechselnde Gesellschaften
- zum Beispiel als vermeintlicher Bevollmächtigter - auftritt. Ebenso vorsichtig
sollten Sie sein, wenn jemand permanent für eine andere Person bei Ihnen
auftritt und Sie den eigentlichen Unternehmer niemals kennenlernen. Dies
sollten Sie als Anhaltspunkt nehmen, es schlimmstenfalls mit einem
Strohmann zu tun zu haben.