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Mandanteninformationen


 
Übungsleiterfreibetrag: Welche Tätigkeiten sind konkret begünstigt?
 
  Wenn Sie sich nebenberuflich als Übungsleiter, Ausbilder, Betreuer, Künstler
oder Pflegekraft engagieren, steht Ihnen für die erhaltenen Vergütungen ein
Freibetrag von 2.400 EUR pro Jahr zu.

In einer neuen Verfügung hat die Oberfinanzdirektion Frankfurt am Main
(OFD) nun dargelegt, für welche Tätigkeiten dieser Übungsleiterfreibetrag
konkret gilt bzw. nicht gilt. Folgende Punkte der Weisung sind hervorzuheben:
  • Begünstigt sind regelmäßig die nebenberuflichen Tätigkeiten von
    Jugend- und Schulwegbegleitern, Ferienbetreuern, Ärzten im
    Behinderten- und Coronarsport, Rettungssanitätern bzw. -schwimmern,
    Notärzten in Rettungs- und Krankentransportwagen sowie Stadtführern.
    Auch Richter, Staatsanwälte und Verwaltungsbeamte des höheren
    Dienstes können den Freibetrag für ihre Tätigkeit als Leiter von
    Arbeitsgemeinschaften (Referendarausbildung) beanspruchen.
  • Mitarbeiter der Bahnhofsmissionen können den Freibetrag für 60 %
    ihrer Einnahmen (maximal 2.400 EUR pro Jahr) beanspruchen. Bei
    (Bei-)Fahrern im Behindertentransport beträgt der Satz 50 % der
    Vergütungen.
  • Nicht begünstigt sind reine Hilfsdienste (Putzen, Waschen, Kochen) in
    Altenheimen, Krankenhäusern und Behinderteneinrichtungen,
    Mahlzeitenbringdienste, Notfallfahrdienste bei Blut- und
    Organtransporten sowie die Tätigkeiten als Patientenfürsprecher und
    Versichertenältester. Nicht in Betracht kommt der Freibetrag ferner für
    Tätigkeiten bei Pferdesportveranstaltungen (Richter, Parcourschefs
    bzw. deren Assistenten).
Hinweis: Die Grundsätze der Verfügung sind nicht neu, sondern entsprechen
im Wesentlichen dem Vorgängerschreiben der OFD aus 2013. Neu ist lediglich
der Hinweis, dass Aufwandsentschädigungen für ehrenamtlich tätige
Vormünder und ehrenamtliche Pfleger (Ergänzungs- oder Abwesenheitspfleger
im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuches) nicht begünstigt sind.