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Umsatzsteuer: Die Lieferung von Sportpferden
unterliegt immer dem Regelsteuersatz
 
  Bis zum 30.06.2012 war bei der Lieferung von Pferden nur 7 % Umsatzsteuer
zu zahlen. Das galt auch für reinrassige Zuchttiere; ausgenommen waren
lediglich Wildpferde. Seit dem 01.07.2012 fallen allerdings generell 19 %
Umsatzsteuer an.

Allerdings hat der Bundesfinanzhof (BFH) kürzlich entschieden, dass die
Lieferung von Sportpferden schon vor dem 01.07.2012 mit 19 % zu versteuern
war. Nach Auffassung des höchsten deutschen Finanzgerichts galt die
Steuerermäßigung nur für Pferde, die für die Zubereitung von Nahrungs- oder
Futtermitteln bestimmt waren.

Der BFH legt die Vorschriften des Umsatzsteuergesetzes einschränkend aus:
Zwar ist dort nur von "Pferden" die Rede, so dass prinzipiell auch Sportpferde
hätten steuerbegünstigt sein können. Aufgrund der Regelungen im
europäischen Recht versteht es das deutsche Recht aber so, dass das
gelieferte Pferd zur Schlachtung vorgesehen sein musste.

Hinweis: Damit waren Sportpferdelieferungen auch vor dem 01.07.2012 schon
mit 19 % umsatzsteuerpflichtig. Lediglich Schlachtpferde konnten ermäßigt
verkauft werden. Und seit dem 01.07.2012 unterliegt ohnehin jede
Pferdelieferung dem Regelsteuersatz von 19 %.