.: Home :.
.: Steuerbüro :.
.: Kontakt :.
.: Mandanteninfo :.
.: Anfahrt :.
.: Impressum :.
 

Mandanteninformationen


 
Ermäßigte Besteuerung: Abfindungen sollten komplett
in einem Kalenderjahr ausgezahlt werden
 
  Abfindungen, die ein Arbeitnehmer für den Verlust seines Arbeitsplatzes
erhält, können mit einem ermäßigten Einkommensteuersatz versteuert
werden, wenn sie zusammengeballt in nur einem Veranlagungszeitraum
zufließen.

Der Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine (BDL) weist in einer aktuellen
Pressemitteilung darauf hin, dass der Bundesfinanzhof eine ermäßigte
Besteuerung kürzlich in einem Fall abgelehnt hat, in dem ein 12,6%iger Teil
einer Abfindung in einem anderen Jahr als die Hauptleistung ausgezahlt
worden war. Daher rät der Verband Arbeitnehmern, mit ihrem Arbeitgeber die
Auszahlung in nur einem Kalenderjahr zu vereinbaren. Zudem sollten die
Arbeitsparteien möglichst vertraglich regeln, dass die Abfindung erst im Jahr
nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses zur Auszahlung kommt, sofern
der Arbeitnehmer in diesem Jahr geringere Einkünfte erwartet (z.B. wegen
Arbeitslosigkeit). So lassen sich günstige Progressionseffekte ausnutzen.

Beispiel: Der ledige Herr Mustermann unterschreibt 2012 eine
Aufhebungsvereinbarung und erhält für den Verlust seines Arbeitsplatzes eine
Abfindung von 40.000 EUR. Sein zu versteuerndes Einkommen beläuft sich im
Jahr 2012 auf 45.000 EUR und im Jahr 2013 auf 20.000 EUR (jeweils ohne
Abfindung).

Je nach vereinbarter Auszahlungsvariante ergibt sich für ihn folgende
Steuerlast:

festgesetzte Einkommensteuer einschließlich SolZ in 2012 2013 gesamt
Variante 1: Die Abfindung wird in zwei Raten à 20.000 EUR in 2012 und 2013 ausgezahlt (keine Zusammenballung). 20.180 EUR 9.477 EUR 29.657 EUR
Variante 2: Die Abfindung wird in voller Höhe in 2013 ausgezahlt. 11.467 EUR 14.972 EUR 26.439 EUR

Die Vergleichsberechnung zeigt, dass sich allein durch die günstige Wahl des
Zahlungszeitpunkts eine Steuerersparnis von 3.218 EUR erzielen lässt.